Wenn der Sommer zu Ende ist
Der heutige Tag war unnormal. Nein, nicht weil ich im Oktober baden war – das ist nicht nicht das erste Mal – sondern, weil ich heute das getan habe, wovor ich mich gefürchtet habe. Ich habe meine Do-To-List weggelegt, mir Vormittags bei strahlendem Sonnenschein einen Film angeschaut und ein paar Kinderriegel genascht. Ich bin mit meinem Freund an den See gefahren. Wir haben einige Fotos gemacht. Uns gesonnt. Das Klima war erfrischend. Wir sind zu ihm, ich bin eingeschlafen, dann ist er auf die Arbeit und ich bin nach Hause gefahren. Hier habe ich wieder etwas gegessen und werde mir gleich noch einen sinnlosen Film angucken.
Was daran so unnormal sein soll?
Meine Definition von “normal” ist nicht die Definition der man-muss-doch-aber- oder der man-kann-doch-auch-mal-Welt. So recht zu “man” passe ich nicht. Das hat mir schon des Öfteren Diskrepanzen eingehandelt – mit mir und der Welt. Ich kann nur erleichtert aufatmen, dass wir heute von Pluralitäten der Lebenswelten sprechen, von Heterogenitäten und Individualitäten. Trotzdem bin ich dort längst noch nicht angekommen, sondern lasse mich mal hier mal da von einer Subkultur verführen, um im nächsten oder im gleichen Moment eine andere ins Auge zu fassen. Ob ich jemals in einer ankommen werde? Ob es Gleichgesinnte gibt, die meine Definition von “normal” unterschreiben? Ich suche jedenfalls nicht mehr krampfhaft danach. Mein Freund und meine wenigen, aber guten Freunde, das sind meine Subkultur. Für sie ist es normal, dass ich an einem Tag aufbrausend, dann deprimiert, dann energisch, kindisch, schlaflos, dann faul bin. Das ist nicht grade das, was man von einer jungen Frau, bald Mitte 20, erwartet. Aber es kommt ja auch immer darauf an, wer etwas von mir erwartet. Und das ist doch meine “Subkultur”?! Das ist, haha, nicht mehr meine liebe Mutter (ich habe mich mit ihr wundersamerweise beim letzten Telefonat ausgesöhnt…ausgetöchtert, nimmt man es wörtlich…abgenabelt, in der Psychologie)!
Also was ist das nun? Was war dieser heutige Tag? Es fällt mir schwer dem Tag einen Sinn zu geben, wenn ich nichts Produktives geleistet habe. Heute war so ein Tag. Es ist unnormal, dass ich nach diesem Tag noch fröhlich und zufrieden bin. Auch wenn er für jeden anderen als ganz normaler Sonntag erscheint. Oder wie ist es bei euch? Was ist eure Definition von normal?

Die Natur und ich...wir gehören zusammen...

Also erstmal zum unteren Foto: genau der richtige Zeitpunkt um abzudrücken! Eine halbe Sekunde später wären deine Haare sicher nicht mehr trocken gewesen. =)
Und natürlich hast du etwas Produktives geleistet: du hast diesen Eintrag verfasst und dir kreative Gedanken gemacht. Produktivität geschieht schon im Kopf. Warum ist sonst der Weg das Ziel und das richtige Konzept oft wichtiger als die Umsetzung? Und zwischendurch können Kreativitätspausen auch nicht schade.
Take it easy!
danke
dass das Unoffensichtliche eine tragende Rolle spielt, kommt erst langsam bei mir ab, aber es kommt